Die systemische Familientherapie - und damit auch die Methode des Familienstellens - hat ihre Wurzeln in verschiedenen Ländern und läßt sich auf die unterschiedlichsten Therapeuten und Forscher zurückführen. Eine Ausprägung des systemischen Ansatzes ist zur Zeit besonders populär: diejenige Bert Hellingers. Bert Hellinger hat selbst nie unterrichtet, aber es gibt einige, die durch Beobachten und Nachahmen von ihm gelernt haben. Einer von diesen ist Laszlo Mattyaszovszki, bei dem ich das Familienstellen erlernt habe. Das Besondere an der systemischen Sichtweise ist, daß nicht ein einzelner Mensch und dessen innerpsychischen Zustände Gegenstand der therapeutischen Aufmerksamkeit sind, sondern die Beziehungen zwischen dem Klienten und anderen Menschen - wobei den Beziehungen zu Familienmitgliedern oft eine besondere Bedeutung zu kommt. Beim Familienstellen werden für die Arbeit Stellvertreter anstelle der eigentlich Betroffenen genommen: das hat den Vorteil, daß sowohl die emotionalen Verstrickungen zwischen den Menschen als auch die heilsamen Prozesse vom Klienten zunächst wie auf einer Bühne angeschaut werden können, bevor sie dann in aller Ruhe in dessen Seele zu wirken beginnen. Das erstaunliche an dieser Methode ist: sie funktioniert! Diese Arbeit findet in Gruppen statt, da für die einzelnen Aufstellungen immer Stellvertreter gebraucht werden. Termine |